Self-Publishing oder Verlag? Diese Frage beschäftigt viele Autorinnen – und es gibt keine universelle Antwort. Beide Wege haben echte Vor- und Nachteile, und die beste Entscheidung hängt davon ab, was du mit deinem Buch willst.
Der klassische Verlagsweg
Eine Verlagsveröffentlichung bedeutet: Manuskript fertigstellen, Exposé schreiben, Agentin oder Verlag ansprechen, auf Zusage warten – und oft lange warten. Der Prozess kann Jahre dauern. Dafür übernimmt der Verlag die Kosten für Lektorat, Cover, Druck und Distribution, und dein Buch erscheint in Buchhandlungen. Die Tantiemen sind allerdings niedrig (oft 8–12 %).
Self-Publishing
Als Self-Publisher trägst du alle Entscheidungen – und alle Kosten. Du bezahlst Lektorat, Cover und eventuell Buchsatz selbst. Dafür bekommst du höhere Tantiemen (bis 70 % bei E-Books auf Amazon), behältst die Kontrolle über alle Entscheidungen und kannst in Wochen statt Jahren veröffentlichen.
Was wirklich zählt
Frag dich: Was ist dir wichtiger – das Prestige einer Verlagsveröffentlichung oder die Kontrolle und Geschwindigkeit des Self-Publishings? Willst du hauptsächlich E-Books und Online-Verkäufe – oder soll dein Buch in Buchhandlungen stehen? Hast du ein Budget für die Eigeninvestition – oder brauchst du einen Partner, der diese Kosten trägt?
Hybride Wege
Viele Autorinnen nutzen heute beide Wege: für bestimmte Projekte den Verlag, für andere Self-Publishing. Das ist keine Entscheidung für immer.
Fazit
Beide Wege können zum Ziel führen. Der beste ist der, der zu deinen Zielen, deinen Ressourcen und deiner Persönlichkeit passt.