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14.09.2026

Preise für Lektorat und Korrektorat: Was ist angemessen?

„Was kostet das eigentlich?“ – Diese Frage stellen mir viele Autorinnen als erstes. Die Antwort ist komplex, und ich möchte hier transparent und ehrlich sein: Es gibt keine Einheitspreise, aber es gibt Orientierungswerte – und wichtige Hinweise darauf, wann ein Preis zu gut ist, um wahr zu sein.

Womit sich Preise orientieren

Lektoratspreise werden meist pro Normseite (1.500 Zeichen inklusive Leerzeichen) oder pro Wort kalkuliert. Alternativ gibt es Pauschalpreise pro Projekt. Die Spanne ist groß: Von günstigen Angeboten auf Freelancer-Plattformen bis zu erfahrenen Fachlektorinnen reicht die Bandbreite erheblich.

Richtwerte

Als grobe Orientierung: Ein Korrektorat liegt oft im Bereich von 1–3 Euro pro Normseite, ein Stilllektorat bei 3–6 Euro, ein umfassendes Strukturlektorat kann 5–10 Euro pro Normseite kosten oder mehr. Bei einem Roman mit 300 Normseiten ergibt das eine Investition, die sich lohnt – wenn das Lektorat wirklich gut ist.

Wann günstiger nicht besser ist

Sehr günstige Angebote – unter einem Euro pro Normseite für ein Lektorat – sollten kritisch betrachtet werden. Lektorat braucht Zeit, Expertise und tiefes Sprachgefühl. Was sehr wenig kostet, kann sehr wenig leisten. Hol dir ein Probelektorat, bevor du entscheidest.

Was du für dein Geld bekommst

Eine faire Preisgestaltung beinhaltet: Zeit für sorgfältige Lektüre, fundierte Kommentare, ein Protokoll oder Feedback-Schreiben und die Möglichkeit, Rückfragen zu stellen. Frag immer, was konkret im Angebot enthalten ist.

Fazit

Ein professionelles Lektorat ist eine Investition in dein Buch. Vergleiche Angebote, frag nach Referenzen und hol dir eine Probeseite – dann triffst du die beste Entscheidung für dein Projekt.

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