Das Exposé ist das Türöffner-Dokument für den traditionellen Verlagsweg. Es ist kurz, aber entscheidend. Auf wenigen Seiten musst du zeigen, dass deine Geschichte funktioniert, dass deine Figuren leben und dass du schreiben kannst. Kein Wunder, dass viele Autorinnen mehr Angst vor dem Exposé haben als vor dem ganzen Manuskript.
Was ein Exposé enthält
Ein Exposé besteht typischerweise aus mehreren Teilen: dem Deckblatt mit Titelinformationen und Kontaktdaten, einem kurzen Anschreiben, einer Inhaltsangabe (die die komplette Handlung inklusive Auflösung zeigt) und optional einem Autorinnenprofil.
Die Inhaltsangabe – der schwierigste Teil
Viele Autorinnen machen den Fehler, ihr Exposé wie einen Klappentext zu schreiben: spannend, mit offenen Fragen. Das Gegenteil ist richtig. Die Inhaltsangabe muss alles zeigen – auch das Ende. Agentinnen und Lektorinnen wollen sehen, ob die Geschichte funktioniert, nicht ob sie spannend klingt.
Stil und Ton
Das Exposé sollte im Stil des Buches geschrieben sein – lebendig, klar, mit der Stimme der Autorin. Gleichzeitig: sachlich. Es ist ein Geschäftsdokument, kein Werbetext. Finde die Balance.
Häufige Fehler
Zu lang (mehr als 3–5 Seiten). Zu viele Nebenstränge und Figuren. Kein klarer Fokus auf den Hauptkonflikt. Fehlende Angaben zu Figuren-Motivation und -Entwicklung. Und: das Ende nicht verraten – was niemals passieren sollte.
Fazit
Das Exposé ist ein erlernbares Handwerk. Mit Übung und klarem Blick auf die Kernstruktur deiner Geschichte wirst du eins schreiben können, das überzeugt.